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abdulive/docs/handoff.md
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ZeasyAlexandClaude Opus 5 0a3d462854 Uebergabe auf den aktuellen Stand
Stand 2026-09-17. Der Dienst laeuft seitdem zentral, der Go-Live-Ping geht
raus, und das Overlay steht.

- Neuer Abschnitt "Neu: der Dienst laeuft zentral" mit der Tabelle, was wo
  laeuft, und dem Hinweis, dass ADR-0005 damit seine Hauptbegruendung
  verliert.
- "Der Go-Live-Ping geht raus": Ablauf, der Fallstrick mit `allowed_mentions`,
  und die drei Sperren gegen den doppelten Ping. Dazu ehrlich, dass er noch
  nie von allein ausgeloest hat.
- "Das Overlay steht": fuenf Seiten, SSE statt WebSocket, und dass Follows
  fehlen.
- Der Discord-Knopf haengt nicht mehr am Daemon - dafuer ein neuer offener
  Punkt: der Bot darf nur an einer Stelle laufen, sonst antworten zwei
  Prozesse auf denselben Klick.
- Redirect-URI der Twitch-App auf die oeffentliche Adresse umgestellt, mit
  dem Hinweis, dass Twitch sie erst nach dem Login prueft und ein Test von
  aussen darueber nichts sagt.
- 162 -> 264 Tests.

config.example.yaml dokumentiert broadcaster, rewards, overlay und publicUrl.
apps/hub bekommt ein README mit dem Schnitt zwischen Hub und Ingest.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-18 00:14:08 +02:00

410 lines
19 KiB
Markdown

# Übergabe
Stand **2026-09-17**, letztes gebautes Paket 0.5.4. Wer hier weitermacht,
liest zuerst diese Seite, dann [`07-mvp-plan.md`](07-mvp-plan.md). Für Abdu
selbst gibt es das [Handbuch](handbuch/handbuch.pdf).
## Wo das Projekt steht
Vier von sieben Scheiben des MVP „Clip-Knopf" sind gebaut. Die Kette vom
Auslöser bis zum fertigen Short steht im Code vollständig. Geprüft ist sie
überall dort, wo es ohne Abdus Stream-PC ging.
| Scheibe | Stand | Nachweis |
|---|---|---|
| S0 Toolchain + Auslieferung | fertig | Paket gebaut und installiert, `check-env` ohne harte Fehler, Updater einmal komplett durchgelaufen |
| S1 Einrichtung, Auth, DB, Chat | fertig | Daemon läuft, Chat verbunden, Secrets verschlüsselt |
| S2 OBS + `!clip` | Code fertig, **nicht abgenommen** | braucht laufendes OBS |
| S3 9:16-Render | fertig | Durchlauf mit künstlicher Aufnahme |
| S4 Untertitel | fertig | Durchlauf mit echtem deutschen Clip, Ränder nachgemessen |
| S5 Onboarding + Sichtung | offen | |
| S6 Erstchatter-Begrüßung | offen | |
193 Tests, alle grün. Was noch fehlt, steht vollständig in
[`offene-punkte.md`](offene-punkte.md).
## Neu: der Dienst läuft zentral
Seit 2026-09-17 läuft ein Teil des Toolkits nicht mehr auf Abdus Rechner,
sondern in einem LXC auf dem Proxmox-Host. Der Schnitt und seine Begründung
stehen in [ADR-0008](decisions/ADR-0008-geteilter-betrieb.md); die Kurzfassung
ist: alles, was nur Internet braucht, gehört dorthin, wo durchgehend Strom
ist.
| | Hub (LXC 141, `192.168.2.15`) | Ingest (Abdus PC) |
|---|---|---|
| Befehl | `abdulive hub` | `abdulive ingest` |
| Chat, Zuschauerzahlen | ja | ja |
| Discord-Knopf, Go-Live-Ping | **ja** | nein |
| Overlay für OBS | **ja** | nein |
| OBS, `!clip`, Rendern | nein | **ja** |
Erreichbar unter `https://abdu.dimension47.de`, hinter dem vorhandenen Nginx
Proxy Manager (Proxy-Eintrag 42, eigenes Let's-Encrypt-Zertifikat, Pufferung
abgeschaltet - ohne das sammelt nginx die Overlay-Ereignisse und liefert sie
gebündelt aus). Ausgerollt wird mit `scripts/deploy-hub.sh`, gestartet von
systemd (`abdulive-hub`). Der Container hat keinen Zugang zum Repo - das
Skript schiebt den Arbeitsstand als Archiv hinüber.
Der Discord-Teil der Zugangsdaten ist übertragen, der Bot hängt am Hub und
meldet beim Start "Rollen-Knöpfe sind scharf". Die Twitch-Broadcaster-App ist
hinterlegt und geprüft (Client-ID registriert, Secret passt - Twitch stellt
darauf ein App-Token aus). **Was fehlt, ist der Klick von Abdu**, siehe unten.
**Das kostet ADR-0005 seine Hauptbegründung.** "Bindet nur auf 127.0.0.1" gilt
für den Hub nicht mehr. An seine Stelle treten ein Passwort für alles, was ein
Mensch bedient, und ein Schlüssel in der Adresse für die Browser-Sources.
## Der Go-Live-Ping geht raus
War in der letzten Übergabe noch Vorarbeit, ist jetzt gebaut
(`apps/broadcaster`). Ablauf: neuer Stream erkannt, eine Minute warten, Titel
und Kategorie frisch holen, Webhook posten, Rolle `Live-Ping` anpingen.
Der Ping funktioniert nur mit `allowed_mentions` im Nachrichtenkörper. `<@&ID>`
allein färbt die Erwähnung ein und benachrichtigt niemanden - das ist der
Fehler, den man erst nach drei leeren Streams bemerkt, und dagegen steht ein
eigener Test.
Gegen den doppelten Ping stehen drei Dinge, denn wer zweimal in zehn Minuten
angepingt wird, nimmt sich die Rolle wieder ab: die Tabelle `posts` mit einem
eindeutigen Index je Stream, eine Abklingzeit von sechs Stunden, und der
Umstand, dass der Fortsetzungszweig im Polling gar nicht erst auslöst.
Der Hub steht auf `mode: draft` - der Post geht vollständig, aber in
`#technik-log` und ohne Ping. Ein Probelauf ist dort gelandet, der Weg zum
Webhook ist damit nachgewiesen. Zum Scharfschalten: `mode: live` in
`/var/lib/abdulive/config/config.yaml`.
**Ausgelöst hat er noch nie**, und das liegt nicht am Broadcaster, sondern an
Twitch: die Erkennung des Stream-Starts hängt am Helix-Polling, und das
braucht ein Broadcaster-Token. Solange das fehlt, wartet der Ping auf ein
Ereignis, das nie kommt.
## Das Overlay steht
Fünf Browser-Sources unter `apps/overlay-web/public`, ausgeliefert vom
Overlay-Server: Einblendungen, Chat, Statusleiste, Effekte, Pausenbild. Kein
Build, kein Framework - OBS lädt die Dateien direkt.
Die Ereignisse kommen über Server-Sent Events statt WebSocket. Warum, und was
gegen die tote Browser-Source nach einem Neustart getan ist, steht in
[`apps/overlay-server/README.md`](../apps/overlay-server/README.md).
Abos, Raids und Bits kommen über IRC-USERNOTICE herein, das wird jetzt
ausgewertet. **Follows fehlen** - die gibt es nur über EventSub.
Zum Ansehen ohne Stream: auf der Übersichtsseite gibt es unter
**Ausprobieren** für jede Einblendung, jede Chat-Variante und jeden Effekt
einen Knopf. Die Ereignisse gehen nur an die Browser-Sources. Dasselbe im
Dauerbetrieb: `abdulive overlay --demo` oder der Knopf „Vorführung starten".
## Der Discord-Server steht
Dazugekommen seit der letzten Übergabe, und kein Teil des MVP: der
Community-Server ist eingerichtet, und zwar als Code statt von Hand. Der
Bauplan liegt in [`packages/discord/src/plan.ts`](../packages/discord/src/plan.ts),
aufgetragen wird er mit `abdulive discord:setup`. Wiederholbar: gefunden wird
über Namen und frühere Namen, danach wird angeglichen. Der zweite Lauf ändert
nichts, gelöscht wird nie.
Das ist Vorarbeit für drei Werkzeuge. Die Webhooks für
[Go-Live](projects/go-live-broadcaster.md), [Recap](projects/stream-recap.md)
und [Clips](projects/clip-shorts.md) liegen fertig im verschlüsselten Speicher
unter `goLiveWebhook`, `recapWebhook` und `clipsWebhook`. Wer diese Werkzeuge
baut, muss sich um Discord nicht mehr kümmern, sondern nur noch posten.
Sieben Kanäle, vier Rollen, zwei AutoMod-Regeln. Der Entwurf und seine
Begründung stehen in [`projects/discord-community.md`](projects/discord-community.md);
die Kurzfassung ist, dass bei 5 bis 30 Zuschauern fünf sichtbare Kanäle besser
sind als zwanzig leere.
Ein Teil davon läuft dauerhaft: der Knopf unter dem Willkommenstext, mit dem
man sich die Rolle `Live-Ping` selbst gibt. Er hängt als Gateway-Verbindung mit
im Prozess und meldet sich als `discordConnected` auf der Statusseite. Seit dem
Umzug in den Hub läuft er durch, auch wenn Abdus Rechner aus ist.
Dazugekommen ist ein vierter Webhook: `technikWebhook` in `#technik-log`. Dort
landet der Go-Live-Post im Entwurfsmodus - dieselbe Nachricht wie im Betrieb,
nur ohne Ping und nur für Mods sichtbar. Wer den Server vor dieser Fassung
eingerichtet hat, muss `abdulive discord:setup` einmal erneut laufen lassen.
## Was jemand wissen muss, bevor er etwas anfasst
**Keine Abhängigkeiten, kein Build.** Node 24 bringt SQLite, WebSocket,
`fetch` und die Ausführung von TypeScript mit. `node apps/cli/main.ts` läuft
direkt. Deshalb gilt: nur *löschbare* TypeScript-Syntax, also keine `enum`,
keine Parameter-Properties im Konstruktor, keine `namespace`.
`erasableSyntaxOnly` in der `tsconfig.json` erzwingt das und hat schon einen
echten Fehler gefangen.
**Alles läuft in einem Prozess** - aber es gibt jetzt zwei davon, Hub und
Ingest (siehe oben). Schwere Arbeit (ffmpeg, whisper) läuft als Kindprozess und
darf abstürzen. Der Chat-Prozess darf nie sterben. Was er nicht mitschreibt,
ist für immer weg.
**Zugangsdaten kommen aus der Weboberfläche**, nicht aus einer Datei. Sie
liegen verschlüsselt neben der Datenbank, aber bewusst nicht *in* ihr. Die
Datenbank wird gesichert und weitergereicht, die Geheimnisse nicht.
**Das Repo ist seit 2026-09-09 öffentlich.** Damit funktioniert der Einzeiler
zur Installation, und der Updater braucht keinen Token. Es heißt aber auch:
nichts Vertrauliches mehr hineinschreiben, auch nicht in die Doku.
**Es gibt zwei Remotes**, beide mit demselben Inhalt: `origin`
(`ZeasyAlex/abdulive`) und `discord` (`ZeasyAlex/abdulive_-discord`). Wer
pusht, pusht auf beide, sonst laufen sie auseinander.
Die Begründungen stehen in [`decisions/`](decisions/), acht ADRs. Wer eine
davon umwerfen will, liest sie vorher. ADR-0004 (Docker) ist durch ADR-0007
ersetzt; die Analyse darin bleibt lesenswert, weil zwei der vier
beschriebenen Fallen mit dem Container weggefallen sind statt gelöst worden
zu sein.
## Loslegen
Auf Abdus Rechner, eine native Windows-Anwendung:
```powershell
irm https://git.zeasy.dev/ZeasyAlex/abdulive/raw/branch/main/scripts/install.ps1 | iex
```
Der Installer lädt das Paket, prüft die Prüfsumme, holt das Sprachmodell,
läuft den Selbsttest, startet den Dienst und öffnet die Einrichtungsseite.
Ohne Administratorrechte. Ausführlich in [`05-setup.md`](05-setup.md).
Zum Entwickeln reicht ein Checkout und Node 24 oder neuer:
```powershell
node apps/cli/main.ts check-env
node --test "packages/**/*.test.ts" "apps/**/*.test.ts"
node apps/cli/main.ts overlay --demo # Overlay ohne Stream ansehen
node scripts/build-package.ts --version 0.5.5 # baut dist/
```
Den Hub ausrollen (braucht SSH auf den Proxmox-Host):
```bash
scripts/deploy-hub.sh
```
Typprüfung, das Einzige wofür npm gebraucht wird:
```powershell
npm i typescript@5.9 @types/node
npx tsc --noEmit
```
## Ausliefern
`build-package.ts` lädt Node, ffmpeg und whisper.cpp bei ihren Herausgebern,
packt alles nach `dist/` und schreibt `abdulive.json`. Dieses Manifest fragt
`abdulive update` auf Abdus Rechner ab.
Die Veröffentlichung `latest` trägt beide Dateien und wird bei jedem Bau
ersetzt, damit die Adresse gleich bleibt.
`.gitea/workflows/release.yml` macht das beim Tag automatisch. **Die Pipeline
ist noch nie gelaufen**, bisher wurde von Hand veröffentlicht. Der Runner
(`ubuntu-latest`) steht.
## Windows-Fallen, die schon zugeschlagen haben
Alle vier haben Zeit gekostet, und keine sieht im Fehlerfall nach ihrer
Ursache aus. Wer an den PowerShell-Skripten arbeitet, sollte sie kennen.
**stderr beendet das Skript.** Windows PowerShell 5.1 verpackt jede
stderr-Zeile eines nativen Programms in einen `ErrorRecord`. Zusammen mit
`$ErrorActionPreference = 'Stop'` bricht das sofort alles ab. Der Daemon
schreibt im Normalbetrieb Warnungen auf stderr, der Starter hat ihn also bei
seiner ersten Logzeile umgebracht: Aufgabe meldete Code 1, das Protokoll war
leer. Deshalb läuft der Start über `Start-Process` mit getrennten
Umleitungen, und `install.ps1` ruft native Programme über eine Hilfsfunktion
auf, die `ErrorActionPreference` kurz zurückstellt.
**`& $programm; return $LASTEXITCODE` gibt auch die Ausgabe zurück.** Die
Funktion liefert dann ein Array aus allen Ausgabezeilen plus Exit-Code, und
jeder Vergleich damit ist falsch, ohne dass es auffällt. Ein erfolgreiches
`fetch-model` galt so als fehlgeschlagen. Ausgabe mit `| Out-Host`
durchreichen.
**`localhost` kostet zwei Sekunden.** Der Dienst lauscht nur auf IPv4,
Windows probiert bei `localhost` zuerst `::1`. Gemessen: 2066 ms bis zum
Rückfall gegenüber 15 ms bei `127.0.0.1`. Eine Bereitschaftsprüfung mit zwei
Sekunden Zeitlimit läuft dadurch immer ab, obwohl der Dienst längst läuft.
**Windows-Pfade im ffmpeg-Filtergraphen brauchen drei Schritte.** An echtem
ffmpeg 8.1 durchprobiert:
| Form | Ergebnis |
|---|---|
| `ass=filename=C:/x/s.ass` | `No option name near '/x/s.ass'` |
| `ass=filename=C\:/x/s.ass` | ebenso |
| `ass=filename='C:/x/s.ass'` | ebenso |
| `ass=filename='C\:/x/s.ass'` | läuft |
Vorwärtsschrägstriche, escapter Doppelpunkt **und** Anführungszeichen. Je
zwei davon reichen nicht. `filterPath()` in `packages/media/src/ffmpeg.ts`
macht das, mit Tests.
## Untertitel: was gemessen ist
**Die Schrift muss mitgeliefert werden.** Im Container kam DejaVu Sans aus
dem Betriebssystem, Windows hat sie nicht. Fehlt `fontsdir`, setzt libass
wortlos eine Ersatzschrift ein. Gemessen: dieselbe Zeile wird 720 statt 826
Pixel breit, ohne jede Fehlermeldung. Die Dateien liegen unter
`assets/fonts/`.
**Die Zeilenlänge ist eingemessen, nicht geschätzt.** Vorher stand dort fest
`maxChars: 30`. Das sind bei Schriftgröße 76 rund 1085 px, nutzbar sind 940.
Zusammen mit `WrapStyle: 2`, bei dem libass gar nicht umbricht, lief der Text
links und rechts aus dem Bild. Jetzt wird die Grenze aus Breite und
Schriftgröße abgeleitet, Versalien zählen breiter, und einzelne zu lange
Wörter bekommen eine kleinere Schrift, weil libass innerhalb eines Wortes
nicht umbricht. Deutsche Komposita sind regelmäßig breiter als das Bild.
Wer die Schrift wechselt, muss `CHAR_WIDTH_RATIO` in `subtitles.ts` neu
einmessen. Sonst bricht die Zeile wieder an der falschen Stelle.
## Discord: was gemessen ist
Vier Dinge, die nicht in der Dokumentation standen, in der man zuerst sucht.
Alle am echten Server nachgeprüft.
**Kanalnamen lassen sich nur zweimal in zehn Minuten ändern.** Danach verlangt
Discord eine Pause, gemessen wurden 529 Sekunden. Ein Einrichtungslauf, der
brav auf ein 429 wartet, steht dann neun Minuten. Der Client wartet deshalb
höchstens eine Minute, meldet den Kanal als übersprungen und macht weiter.
**Eine Rolle kann nur Rollen unterhalb der eigenen verschieben** - auch mit
Administrator. Discord hängt die Rolle eines frisch eingeladenen Bots ganz
unten ein, also gibt es dort keinen Platz. Der erste Lauf quittierte das mit
`Missing Permissions`, was nach einem fehlenden Recht aussieht und keines ist.
`rolePositions()` rechnet den Platz jetzt aus und sagt, was zu tun ist.
**Discords Onboarding braucht einen größeren Server.**
```
HTTP 400 Cannot enable onboarding, requirements are not met (350000)
sichtbar für @everyone: 5 davon beschreibbar: 3
Discord verlangt: 7 davon beschreibbar: 5
```
Zwei Kanäle anzulegen, damit eine Schwelle passt, hätte den Server leerer
gemacht statt besser. Daher der Knopf.
**Kanalnamen werden normalisiert, aber nicht so weit wie erwartet.**
Textkanäle werden kleingeschrieben und Leerzeichen zu Bindestrichen; Emoji,
Umlaute und das Trennzeichen `│` (U+2502) bleiben unverändert stehen.
`normalizeName()` bildet das ab. Ohne diesen Abgleich geht bei jedem Lauf
dieselbe Umbenennung erneut raus - und läuft nach zwei Läufen in das Limit von
oben.
## Die drei Dinge, die Abdu tun muss
1. **Broadcaster-Konto verbinden.** Das ist jetzt der Flaschenhals: ohne
Broadcaster-Token gibt es keine Zuschauerzahlen, keine Stream-Sitzungen und
damit auch keinen Go-Live-Ping.
Die beiden Twitch-Apps (dev.twitch.tv/console/apps) kann auch jemand anders
anlegen, sie hängen nicht am Kanal. Seit dem Umzug in den Hub brauchen sie
als Redirect-URI **`https://abdu.dimension47.de/callback`**; die alte
`http://localhost:4792/callback` bleibt daneben stehen, wenn auf dem
Stream-PC weiter eingerichtet werden soll. Twitch vergleicht zeichengenau.
Die App ist inzwischen hinterlegt. Was nur Abdu kann: auf
`https://abdu.dimension47.de/setup` eingeloggt als er selbst auf „Mit
Twitch verbinden" klicken. Der Vorteil gegenüber vorher: das geht von jedem
Gerät, der Stream-PC muss nicht laufen.
Ob die Redirect-URI in der App richtig eingetragen ist, zeigt sich erst bei
diesem Klick. Twitch prüft sie erst nach dem Login und gibt vorher auch bei
einer falschen URI ein freundliches 302 zurück - von außen ist das nicht
nachweisbar.
2. **OBS einrichten**: obs-websocket an (Port 4455), Wiedergabepuffer 90 s,
Hotkey auf „Wiedergabepuffer speichern", getrennte Audiospuren.
3. **Layout umstellen** nach [`obs-layout.md`](obs-layout.md), danach
`abdulive calibrate` zur Kontrolle.
Ohne Punkt 1 liest das Toolkit den Chat anonym mit und kann nichts senden.
Ohne Punkt 2 gibt es keine Clips. Ohne Punkt 3 sitzt der Ausschnitt schief.
Dazu eine Kleinigkeit mit Wirkung: das Bot-Konto sollte Moderator sein
(`/mod <botname>`). Ohne das gilt ein Limit von 20 Chat-Nachrichten je 30
Sekunden statt 100, und im Follower-only-Modus kommt der Bot gar nicht durch.
Und zwei für Discord, beide nicht über die API machbar:
1. **Sich selbst die Rolle `Abdu` geben.** Das Skript legt Rollen an, aber es
hängt sie niemandem um.
2. **Einladungslink** ohne Ablaufdatum erzeugen und ins Twitch-Panel, in die
Kanalinfo und in einen Chat-Befehl eintragen. Ein Server, den im Stream
niemand erwähnt, bleibt leer. Das ist der eine Handgriff, an dem hängt, ob
der Server überhaupt jemanden bekommt.
## Wo ich weitermachen würde
**S2 an einem laufenden OBS abnehmen.** Das ist die einzige ungeprüfte Stelle
in der ganzen Kette, und alles Weitere hängt daran. Seit es `abdulive sources`
gibt, ist auch die Frage beantwortbar, welche OBS-Quelle fremden Text ins Bild
malt. Das war vorher nicht zu erraten.
**Den Go-Live-Ping scharf schalten.** Er steht auf `draft`. Einmal
`abdulive golive:test --echt` laufen lassen, prüfen ob das Handy klingelt, dann
`mode: live`. Das ist der kleinste verbleibende Handgriff mit der größten
Wirkung.
**`apps/recap` bauen.** Der Webhook liegt bereit, der Hub hat die Daten, und
anders als S2 hängt daran nichts. Guter Nebenweg, wenn der Stream-PC gerade
nicht verfügbar ist.
**Danach S5.** Nicht wegen des Codes, sondern weil das Werkzeug ohne
Sichtungsseite für Abdu nicht bedienbar ist. Die Kette funktioniert, aber sie
hat keine Oberfläche, auf der man Clips durchgeht und aussortiert.
Abnahmekriterium steht im Plan: *Ein Fremder kommt von „nichts eingerichtet"
bis zum ersten eigenen Clip, ohne die Dokumentation zu lesen.* Installer und
Handbuch decken davon inzwischen ein gutes Stück ab.
## Womit ich nicht zufrieden bin
**Das Aufräumen im Arbeitsordner fehlt komplett.** Rohdateien sammeln sich
unbegrenzt an, mehrere hundert MB je Clip. Das ist die Lücke, die als Erstes
weh tun wird.
**Die Untertitel sind brauchbar, nicht gut.** `ggml-small` verhört sich
hörbar („Danke" wurde „Dank es"), DejaVu Sans ist unauffällig, und das
fortlaufende Einfärben ist nicht der Stil, der auf Shorts trägt. Sechs
konkrete Verbesserungen stehen in [`offene-punkte.md`](offene-punkte.md).
**Die CI ist geschrieben, aber ungetestet.** Beim ersten Tag zusehen.
**Das Paket ist nicht signiert.** SmartScreen warnt bei jeder Installation.
Solange nur Abdu installiert, reicht ein Klick. Sobald jemand Drittes es
bekommt, nicht mehr.
**Der Discord-Knopf hängt am Daemon** - das war der Punkt aus der letzten
Übergabe und ist mit dem Hub erledigt. Dafür gibt es jetzt einen neuen: der
Bot darf nur an **einer** Stelle laufen. Steht auf dem Stream-PC ein
Discord-Bot-Token im Speicher und läuft dort `ingest`, antworten zwei Prozesse
auf denselben Klick. Auf dem Stream-PC bleibt das Discord-Token leer.
**Der Overlay-Schlüssel steht in der Adresse.** Damit steht er in jedem
OBS-Profil und auf jedem Screenshot der Einstellungen. Neu würfeln geht auf
der Übersichtsseite, aber danach müssen alle fünf Adressen in OBS neu
eingetragen werden.
**Das Overlay hat nie unter Last gelaufen.** Geprüft ist es gegen den
Vorführmodus und im Browser. Wie es sich bei 200 Nachrichten pro Minute
verhält, und was der Emote-Regen beim Encoder kostet, ist offen.
**Der Discord-Bot ist nie unter Last gelaufen.** Getestet sind die Bausteine
und ein Klickweg gegen einen nachgebauten Server; am echten Server ist die
Verbindung nachgewiesen und der Rollenwechsel einmal in beide Richtungen
durchgespielt. Was bei gleichzeitigen Klicks oder nach Tagen Laufzeit
passiert, ist offen.
**Es gibt keine Einstellung für den OBS-Wiedergabepuffer-Ordner.** Im
Container kam der Pfad über `OBS_REPLAY_DIR`, nativ fehlt der Weg. Für die
Clip-Kette ist das egal, weil OBS den Pfad über WebSocket meldet. Aber
`calibrate` findet so keine Aufnahmen, und `check-env` warnt zu Recht.