Zugangsdaten kommen jetzt aus der App statt aus einer .env: ein Einrichtungs-Assistent auf http://localhost:4792/setup nimmt Client-ID, Secret und OBS-Passwort entgegen, der OAuth-Rueckruf laeuft auf denselben Server. Gespeichert wird verschlueselt (AES-256-GCM) in einem Volume, bewusst nicht in der Datenbank - die wird auf die Windows-Seite gesichert. Siehe ADR-0005. Technikbasis vereinfacht: Node 24 bringt node:sqlite, WebSocket, fetch und die Ausfuehrung von TypeScript mit. Das Projekt hat damit null Laufzeitabhaengigkeiten und keinen Build-Schritt; pnpm-Workspaces und die Paketmanifeste sind entfallen, Importe laufen ueber die imports-Map der Wurzel-package.json. erasableSyntaxOnly verhindert Syntax, die das Type Stripping stillschweigend entfernen wuerde. Siehe Nachtrag 2 in ADR-0001. Enthalten: - packages/core: Config, Layout, Logger mit Secret-Maskierung, Retry, YAML - packages/db: Migrationen, Repositories, alle SQL-Anweisungen an einem Ort - packages/twitch: Secret-Speicher, OAuth, Helix mit Token-Bucket, IRC - apps/ingest: Daemon, Einrichtungsseite, Spike-Erkennung - 20 Tests (IRC-Parser, Spike-Detektor, Datenbankschicht) Der Chat verbindet sich anonym, solange nichts hinterlegt ist - damit laesst sich die Datenaufnahme pruefen, bevor die Twitch-Apps existieren. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com> Claude-Session: https://claude.ai/code/session_013VTGjd92LsDDWF3frd9FTB
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# ADR-0005: Zugangsdaten kommen aus der App, nicht aus der `.env`
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**Status:** akzeptiert · **Datum:** 2026-09-09
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## Kontext
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Das Toolkit braucht Client-ID und Client-Secret zweier Twitch-Apps, ein
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obs-websocket-Passwort und später Discord-/Bluesky-Zugänge. Der erste Entwurf
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sah dafür eine `.env`-Datei vor, die von Hand befüllt wird.
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Das passt nicht zum Nutzer. Abdu ist Streamer, kein Entwickler. „Kopiere
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`.env.example` nach `.env` und trage sieben Werte ein" ist die Stelle, an der
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ein Werkzeug liegen bleibt. Und es kommt ein zweites Problem dazu, das für
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diesen Anwendungsfall besonders zählt: **Wer eine Klartextdatei mit
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Zugangsdaten öffnet, während er sendet, hat sie live gezeigt.**
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## Entscheidung
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Zugangsdaten werden über einen **Einrichtungs-Assistenten im Browser**
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eingegeben, unter `http://localhost:4792/setup`. Gespeichert werden sie
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verschlüsselt in `/db/secrets.json` im Docker-Volume.
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Die `.env` bleibt bestehen, enthält aber nur noch **optionale** Werte
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(Log-Level, Pfad zum Wiedergabepuffer). Ohne `.env` startet alles.
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Damit fällt auch Port 4780 weg: Einrichtung, OAuth-Rücksprung und später
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Sichtungsseite und Dashboard laufen über **einen** Server auf Port 4792. Die
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Redirect-URI in der Twitch-App lautet entsprechend
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`http://localhost:4792/callback`.
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## Speicherung
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| Ort | `/db/secrets.json`, benanntes Volume `abdulive-db` |
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| Verfahren | AES-256-GCM, Schlüssel in `/db/.secret-key` (Modus 0600) |
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| Schlüssel | wird beim ersten Start erzeugt, nie ausgegeben, nie geloggt |
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| **Nicht** in SQLite | damit das Backup-Skript sie nie mitkopiert |
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Die Secrets liegen bewusst **außerhalb der Datenbank**. `scripts/backup.ps1`
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zieht die `.db` aus dem Volume nach `data/db/backup/` — also auf die
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Windows-Seite, wo sie in einer Cloud-Synchronisation landen kann. Was dort
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nichts zu suchen hat, darf gar nicht erst in der Datenbank stehen.
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## Was diese Verschlüsselung leistet — und was nicht
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Der Schlüssel liegt im selben Volume wie die verschlüsselten Daten. Gegen
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jemanden, der Zugriff auf das Volume hat, schützt das **nicht**, und es wird
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hier auch nicht so getan.
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Wogegen es schützt, und das ist der eigentliche Zweck:
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- **Versehentliche Anzeige im Stream.** `cat secrets.json` zeigt Kauderwelsch,
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keine Client-Secrets.
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- **Verirrte Kopien.** Ein Volume-Export oder ein weitergegebener Ordner
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enthält ohne die Schlüsseldatei nichts Verwertbares.
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- **Grep-Unfälle.** Secrets tauchen in keiner Volltextsuche und in keinem
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versehentlich geteilten Log auf.
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Gegen eine Kompromittierung der Maschine schützt es nicht. Das ist bei einem
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lokalen Einzelplatzwerkzeug auch nicht das Bedrohungsmodell — wer dort Zugriff
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hat, hat auch Zugriff auf OBS, den Browser und die gespeicherten Twitch-Cookies.
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## Konsequenzen für die Oberfläche
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- Der Einrichtungs-Assistent **zeigt gespeicherte Secrets nie wieder an.**
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Nach dem Speichern steht dort `•••••• gespeichert` und ein Knopf *Ersetzen*.
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- Über der Seite steht ein Hinweis: **„Diese Seite zeigt Zugangsdaten — nicht
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im Stream öffnen."**
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- Der Server ist nur lokal erreichbar. **Nicht** dadurch, dass er im Container
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auf `127.0.0.1` bindet — das wäre dort die Container-Loopback, die Dockers
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Portweiterleitung nie erreicht, der Dienst wäre schlicht tot. Die Abschottung
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kommt aus zwei Teilen: der Container bindet auf `0.0.0.0` **innerhalb seines
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eigenen Netzwerk-Namensraums**, und Compose veröffentlicht den Port
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ausschließlich als `127.0.0.1:4792`. Außerhalb von Docker bindet der Server
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weiterhin auf die Loopback-Adresse; gesteuert über `BIND_HOST`, das nur das
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Image auf `0.0.0.0` setzt.
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- Secrets werden nie geloggt, auch nicht bei Fehlern. Der Logger maskiert
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bekannte Schlüsselnamen.
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- `check-env` meldet, *ob* Zugangsdaten hinterlegt sind, nie *welche*.
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## Preis
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Der Einrichtungs-Assistent kostet in S1 ungefähr einen zusätzlichen Tag —
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kleiner HTTP-Server, eine Seite, der Secret-Speicher. Dafür entfällt der
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gesamte `.env`-Schritt aus der Inbetriebnahme, und das Werkzeug lässt sich
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später ohne Texteditor umkonfigurieren.
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