Docker faellt weg. Das Projekt hat keine npm-Abhaengigkeiten und Node fuehrt TypeScript direkt aus - der Container schrieb nur noch drei Programme fest, und dafuer braucht es keine Virtualisierung, sondern einen Ordner. Der Anlass war, dass ADR-0004 zwar `docker compose pull` versprach, es aber nie ein veroeffentlichtes Image gab. Wer installieren wollte, musste whisper.cpp aus dem Quelltext uebersetzen. Plattformschicht (packages/core/src/platform.ts): - Programme werden neben der Anwendung gesucht, nicht im PATH - Daten unter %LOCALAPPDATA%, damit Installation und Update ohne Administratorrechte auskommen - Schriften mitgeliefert: ohne fontsdir setzt libass wortlos eine Ersatzschrift ein - gemessen 720 statt 826 Pixel Zeilenbreite Windows-Eigenheiten, an echtem ffmpeg 8.1 durchprobiert: - Pfade im Filtergraphen brauchen alle drei Schritte (Vorwaertsschraegstriche, escapter Doppelpunkt, Anfuehrungszeichen); je zwei davon reichen nicht - `nice` gibt es nicht, ersetzt durch os.setPriority Auslieferung: - scripts/build-package.ts baut das Paket, laeuft auch unter Linux - install.ps1 ohne Administratorrechte, Autostart ueber den Aufgabenplaner - update legt neue Fassungen bereit; eingespielt wird beim naechsten Start, nie mitten im Stream - ZIP lesen und schreiben ohne Abhaengigkeiten (packages/core/src/zip.ts) Kein `irm ... | iex`-Einzeiler: git.zeasy.dev antwortete instanzweit mit einer Umleitung auf /user/login, und `iex` fuehrte die Anmeldeseite als PowerShell aus. Der Updater verfolgt Umleitungen jetzt nicht und hat keine erfundene Vorgabeadresse mehr. Ausserdem: backup.ps1 war an zwei Stellen dokumentiert, aber nie geschrieben. ADR-0007 ersetzt ADR-0004. 84 Tests, Typpruefung sauber. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com> Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01AhVSfMFdWnXKCv5JfLnArZ
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ADR-0004: Betrieb in Docker
Status: akzeptiert ersetzt durch ADR-0007 · Datum: 2026-09-09
Diese Entscheidung gilt nicht mehr. Das Toolkit laeuft nativ unter Windows. Die Analyse unten bleibt lesenswert - die vier Fallen, die sie beschreibt, waren real, und zwei davon (Pfaduebersetzung, Kopieren ueber die WSL2-Bruecke) sind mit dem Container weggefallen statt geloest worden zu sein. Warum gewechselt wurde, steht in ADR-0007.
Kontext
Das Toolkit braucht ffmpeg, ein Whisper-Modell, Node und SQLite. Der Check der
Zielmaschine ergab: kein ffmpeg, kein pnpm, Python 3.14 (für das
ctranslate2 — die Basis von faster-whisper — noch keine verlässlichen Wheels
liefert), keine NVIDIA-GPU. Das Toolkit soll auf Abdus Stream-PC laufen, also
auf einem Rechner, dessen Umgebung sich unabhängig vom Projekt ändert.
Entscheidung
Alles läuft in Containern, orchestriert über docker-compose. Die einzige
Voraussetzung auf dem Stream-PC ist Docker Desktop und OBS.
Begründung
- Die gesamte Toolchain (Node 22, ffmpeg mit libx264/libass, whisper.cpp, das Sprachmodell) ist im Image festgeschrieben. Kein "läuft bei mir".
- Der Python-Konflikt entfällt vollständig, weil kein Python mehr gebraucht wird (siehe ADR-0001, aktualisiert).
- Updates sind ein
docker compose pull && up -d, kein Nachinstallieren auf einem Rechner, der gerade streamt.
Konsequenzen — die vier Dinge, die man dabei falsch machen kann
1. Die SQLite-Datei gehört nicht in einen Windows-Bind-Mount.
Dateisperren über die 9p/virtiofs-Brücke zwischen Windows und WSL2 sind
unzuverlässig; SQLite im WAL-Modus reagiert darauf mit
SQLITE_BUSY/database is locked und im schlimmsten Fall mit Korruption.
Die Datenbank liegt deshalb in einem benannten Docker-Volume
(abdulive-db). Backups werden per Skript aus dem Volume nach Windows
kopiert, nicht durch direktes Mounten.
2. Große Mediendateien nicht über den Bind-Mount verarbeiten.
Das OBS-Replay-Verzeichnis wird nur lesend gemountet. Die Rohdatei wird
einmal in ein containerlokales Volume kopiert, dort verarbeitet, und nur
das fertige Ergebnis wird zurück nach data/clips/ geschrieben. Direkt auf
dem Bind-Mount zu encodieren kostet ein Vielfaches der Zeit.
3. OBS läuft auf dem Host, nicht im Container.
Erreichbar über host.docker.internal:4455. In docker-compose.yml steht
extra_hosts: ["host.docker.internal:host-gateway"], damit es auch außerhalb
von Docker Desktop funktioniert.
4. Ein globaler Windows-Hotkey lässt sich aus einem Container nicht abfangen.
Deshalb wird gar nicht erst versucht, einen eigenen Hotkey-Dienst zu bauen:
Der Hotkey wird in OBS auf "Wiedergabepuffer speichern" gelegt. OBS meldet
danach über obs-websocket das Ereignis ReplayBufferSaved mit dem Dateipfad —
das ist der Trigger. Kein Agent auf dem Host, kein zusätzlicher Autostart.
Kosten, ehrlich benannt: Docker Desktop startet eine WSL2-VM, die im
Leerlauf ein bis zwei GB RAM belegt und beim Encodieren CPU zieht, die dem
Stream fehlt. Gegenmaßnahmen: .wslconfig mit memory=4GB und
processors=4, ffmpeg mit -preset veryfast und niedriger Priorität, und
Rendering standardmäßig nach Streamende (clipper.renderWhileLive: false),
sofern die Kandidatenliste erst danach gebraucht wird.
GPU: Kein NVENC (keine NVIDIA-Karte), und Intel QSV ist aus WSL2 heraus nicht verlässlich erreichbar. Es bleibt bei CPU-Encoding mit libx264. Für Clips von 30–60 Sekunden ist das unkritisch.