# Setup Alles läuft in Containern. Auf dem Rechner selbst wird nur Docker Desktop und OBS gebraucht — ffmpeg, whisper.cpp, Node und pnpm stecken im Image. Begründung: [ADR-0004](decisions/ADR-0004-docker.md). ## Voraussetzungen | Was | Version | Wo | |---|---|---| | Docker Desktop | aktuell, WSL2-Backend | Host | | OBS Studio | 30+ mit obs-websocket v5 | Host | | Git | beliebig | Host | Alles Weitere (Node 22, pnpm, ffmpeg mit libx264/libass, whisper.cpp, Sprachmodell) liefert das Image. ## WSL2 begrenzen Docker Desktop startet eine VM, die sich ohne Grenze so viel RAM nimmt, wie sie kriegen kann. Auf einem Stream-PC ist das nicht egal. `%USERPROFILE%\.wslconfig` anlegen: ```ini [wsl2] memory=4GB processors=4 swap=2GB ``` Danach `wsl --shutdown` und Docker Desktop neu starten. ## Twitch-Apps anlegen Zwei Anwendungen unter https://dev.twitch.tv/console/apps: 1. `abdulive-toolkit` — OAuth Redirect `http://localhost:4780/callback` 2. `abdulive-bot` — gleicher Redirect Client-ID und Client-Secret beider Apps in `.env` eintragen (Vorlage: `.env.example`). ## OBS vorbereiten 1. **obs-websocket aktivieren:** Werkzeuge → WebSocket-Servereinstellungen → Server aktivieren, Port 4455, Passwort setzen und in `.env` eintragen. 2. **Wiedergabepuffer aktivieren:** Einstellungen → Ausgabe → Wiedergabepuffer, 90 Sekunden. Den Zielordner merken und in `.env` als `OBS_REPLAY_DIR` eintragen — mit Forward-Slashes, z. B. `C:/Users/abdu/Videos/replay`. 3. **Hotkey setzen:** Einstellungen → Hotkeys → „Wiedergabepuffer speichern". Das ist der Clip-Knopf. Ein globaler Windows-Hotkey wird bewusst *nicht* gebaut — aus einem Container ist er nicht abfangbar, und OBS meldet den gespeicherten Puffer ohnehin über WebSocket. 4. **Browser-Sources** (erst ab Meilenstein M3 relevant): „Browser-Quelle beim Szenenwechsel neu laden" **aus**, sonst brechen laufende Effekte ab. ## Erste Einrichtung ```powershell Copy-Item .env.example .env # Secrets und OBS_REPLAY_DIR eintragen Copy-Item config\config.example.yaml config\config.yaml docker compose build docker compose run --rm toolkit check-env # prueft ffmpeg, whisper, Modell, Volumes docker compose run --rm --service-ports toolkit auth # Browser oeffnet sich, zweimal bestaetigen docker compose run --rm toolkit db:migrate ``` Der `auth`-Lauf braucht `--service-ports`, damit Port 4780 für den OAuth-Rücksprung erreichbar ist. ## Facecam einmessen Einmalig, sobald eine Replay-Datei vorliegt: ```powershell docker compose run --rm toolkit calibrate ``` Legt einen Frame als PNG in `data/clips/_calibration/` ab, fragt die vier Crop-Werte ab und schreibt sie nach `config/layout.yaml`. ## Betrieb ```powershell docker compose up -d # startet docker compose logs -f # Logs docker compose down # stoppt ``` Sichtungsseite: http://localhost:4792 ## Backup ```powershell .\scripts\backup.ps1 ``` Kopiert die Datenbank per `VACUUM INTO` aus dem Volume `abdulive-db` nach `data/db/backup/` und hält 30 Generationen. Die DB liegt bewusst in einem Docker-Volume und nicht in einem Windows-Ordner — Dateisperren über die WSL2-Brücke sind für SQLite nicht verlässlich. ## Was nicht ins Repo gehört `.env`, `config/config.yaml`, alles unter `data/`. Steht in `.gitignore`. Die Datenbank enthält personenbezogene Daten (Chatverläufe, Notizen zu Zuschauern) und darf nicht committet oder geteilt werden.